Solar-Pool - Es funktioniert

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Moderator: Amateur

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MichiHH
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Solar-Pool - Es funktioniert

Beitrag von MichiHH »

Hier endlich mein lang versprochener Erfahrungsbericht zu unserem Solar-Pool, vielleicht eine
Anregung für den einen oder anderen Pool-Besitzer.

http://ccs.fax.de/bz/solarpool.pdf

Anregungen und Fragen willkommen.

Liebe Grüße
MichiHH
Uwe Kreitmayr
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Beitrag von Uwe Kreitmayr »

Hallo Michi,

interessanter Bericht.

Man kann Energie "sparen" und/oder Geld.

Wie macht man das?

Keine Energie durch die Gebäudehülle lassen.

Wie hast du das gelöst?
Dämmung der Wände, Boden, Decke.
Wie sieht es mit der Lüftung aus. Energierückgewinnung ?

Als nächstes muss man die Energie zu günstigen Konditionen "einkaufen".

Wie hast du dieses Problem gelöst?

Was bedeutet bei dir chlorfrei?

MfG
uwe
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

hallo,

wenn man sich den link anschaut ... da ist ein haufen müll geschrieben worden.
und die goldwerten tips kannst du auch vergessen.... brunnenwasser ..??? der wärmetauscher ... ? und, und ...

du brauschst für die 10 m³ wasserspeicher schon vakuumröhrensystheme sonst bekommst du die ( wenige ) wärme nicht ins wasser. und das kostet auch einige taler ...


ich halte das für reine werbung - nichts weiter.


mit freundlichen grüßen
Axel
MichiHH
Beiträge: 7
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Beitrag von MichiHH »

Verehrter Herr Zdiarstek,

vielen Dank für Ihre hochseriöse Antwort auf meine Darstellung, und das von einem Moderator dieses Forums.

Ich weiß nicht, welches Problem Sie haben, vielleicht sollten Sie wirklich mit Ihrem Arzt sprechen.

Wenn meine Darstellung eine "Werbung" und "Müll" sein soll, frage ich mich für was und für wen? Ich persönlich habe nichts davon und verkaufe auch nichts in diese Richtung. Ich wurde vom Betreiber dieses Forums gebeten, einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Dies habe ich getan, mehr nicht.

Brunnenwasser? Jawohl, ein eigener Brunnen. Speziell in der Lüneburger Heide ist das gelieferte Wasser stark verkalkt und die komplette Installation leidet darunter. Diese Elemente zu tauschen kostet ein Heidengeld. Das eigene Grundwasser hingegen ist - wie ich jetzt weiß - nahezu kalkfrei. Ein Brunnen kostet etwa 1200 bis 2000 Euro bei 17m Tiefe. Wenn man das Wasser sowohl für den Pool, als auch für die Gartenbewässerung nutzt, wird es sich auf Dauer rechnen.

Lieber Herr Zdiarstek, wenn Sie das alles geschriebene nicht glauben, dürfen Sie mich gerne besuchen und sich vor Ort die Geschichte anschauen.

Mit freundlichen Grüßen
MichiHH
MichiHH
Beiträge: 7
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Beitrag von MichiHH »

Sehr geehrter Herr Kreytmayr,

Sie haben völlig recht, Wärme sollte das Gebäude nicht verlassen. Auf die einzelnen Dämm-Maßnahmen (Wände/Fenster) wollte ich nicht eingehen, ich glaube die Tatsache ist jedem klar.

Was die Lüftung angeht: Ich habe ein Klimagerät mit Wärmerückgewinnung der Firma Enkho installiert, diese wurde von Aquapool seinerzeit empfohlen. Damit bin ich seid 6 Jahren super zufrieden. Im Schwimmbad-Bereich halte ich eine Temperatur um 28-30 Grad, also etwas wärmer als die Wassertemperatur.

Chlorfrei bedeutet: Ich reinige den Pool ausschließlich mit Sauerstoff von Bayrol. Die Benutzer haben sich vorher zu duschen, ich glaube das ist hinzukriegen - ist ja auch kein öffentliches Schwimmbad.

Ich denke, Sonnenenergie ist gerade beim "Einkauf" die günstigste Energie. Natürlich muß im Winter zugeheizt werden.

Durch die eingesetzte Bauweise, den ganzen Beckenboden zu einem Wärmetauscher umzubauen hat sich der Energiebedarf von über 75% auf weit unter 20% gesenkt. Da die Solaranlage eine Temperatur von 35 Grad sehr leicht schafft, ist diese Kombination eigentlich ideal.

Gruß
MichiHH
Uwe Kreitmayr
Beiträge: 915
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Beitrag von Uwe Kreitmayr »

Hallo Michi,

ich bleibe mal bei der zweiten Person. Sollten wir uns im richtigen Leben treffen, kann es ja die Dritte sein.

Ich übertrage mal dein Projekt auf unsere Verhältnisse 40m², 50m³, ca.9.000l Heizöl/a nur für den Bereich Schwimmbad/Sauna, was wir uns jedoch bedenkenlos leisten.

Da bräuchten wir als erstes eine Abdeckung für das Becken, du hast ja eine.
Damit wäre schon sehr viel gewonnen, weil dadurch die Verdunstung- und Lüftungsverluste deutlich reduziert werden.
Weiter müssten wir mittels eines Wärmeübertragers die sensible Wärme aus der Abluft auf die Frischluft übertragen.
Danach könnten wir die Abluft noch entfeuchten und weiter, latente Wärme zurückgewinnen.
Damit wären wir dann auf deinem Stand = Klimanalage

Wenn wir dann noch auf das Flachdach 20 cm Dämmung legen und die Wände auch noch mit 15 cm dämmen, geht der Ölverbrauch gegen Null, da dann der elektrische Energiebedarf der Motoren und Beleuchtung als Abwärme zur Heizung ausreicht.

Du schreibst von vielen hundert Watt Leistung die du über 5h/Tag durch Pumpen verbraucht hast. Später erwähnst du, es wären nur noch zwei Stunden. Wie geht das?

Mit den Scharlatanen gebe ich dir Recht.

Richtig ist auch dein Hinweis, dass thermische Solarenergie, die ja im Sommer gewonnen wird, nur mittels riesiger Speicher bis zum Verbrauch im Winter gespeichert werden kann.

Geht man von einer unteren Speichertemp. von 35°C aus und erhitzt Wasser auf 95°C, kann man in 100m³ Energie speichern, die der Menge von 700l Heizöl entspricht.

In deinem Bericht finde ich keine Aussagen zu deinem Speicher. Wie groß ist er, wo steht er?

Auch ist richtig, wenn man mit Heizkörpern wie althergebracht weiter heizen will, müsste man das Speichervolumen verdoppeln. Dann würde es aber im Zusammenspiel mit Vakuum-Systemen funktionieren.
Deine Aussage „Es funktioniert einfach nicht“ halte ich für falsch.

Du führst aus, ein Innenbecken würde sich als Speicher eignen, ja, wenn keiner drin baden will vielleicht. Ansonsten ist ein Innenbecken als Speicher ungeeignet. Ein Speicher zeichnet sich dadurch aus, dass er mal leer und mal voll ist. Ein Schwimmbecken, dass mal kalt ist und mal kocht ist Schwimmbecken untauglich.

Weiter lässt du dich dahingehend ein, handelsübliche Wärmetauscher sind nicht geeignet Schwimmbadwasser auf Temperatur zu bringen.
Diese Aussage bedarf der näheren Begründung. Ich kann mir als Ing. der Fachrichtung Maschinenbau das nicht vorstellen.

Die deiner Meinung nach geniale Idee wurde in Foren schon öfter diskutiert.
Wenn mir einer das Material zur Verwirklichung schenken würde, gut „einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul“, ich würde es beim nächsten Schrotthändler zu Geld machen, V4A soll ja pro kg schon einiges bringen.

Man kann jedes System zerlegen und dann die Systemgrenzen betrachten.

Die V4A Rohre sind von Beton umgeben. Ich lege nun die Systemgrenze 1mm außen um das V4A Rohr. Was hat man dann, ein Rohr aus Beton, das von Beton umgeben ist.

Jetzt wird kein Mensch ernsthaft behaupten, so ein Betonrohr wäre ein toller Wärmeübertrager.

Die Abdeckung der Rohrzuleitungen kann du sicher abnehmen, um von Zeit zu Zeit, die sich dahinter bildenden organischen Ablagerungen zu entfernen.

So jetzt stellt sich mir die Frage, wo bleibt das solare.

Eine gut gedämmte Schwimmhalle mit Wärmerückgewinnung braucht so wenig Energie, dass die Investition in eine Solaranlage gut überlegt sein will.

Da macht Photovoltaik deutlich mehr Sinn. Im Sommer hat man sehr hohe Erträge, die man sehr gut speichern kann. Man bringt das Geld aus dem Stromverkauf einfach zur Bank.
Im Winter fliegt man zu den Antipoden, da braucht man nicht zu heizen. :wink:

Mit freundlichen Grüßen
uwe
Amateur
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Beitrag von Amateur »

Hallo Michi,

um das Projekt besser einordnen zu können würden mich ein paar Details interessieren:

- Wasserfläche (m²)
- Wasser und Lufttemperatur
- Relative Luftfeuchtigkeit in der Halle
- Nutzungsstunden pro Tag, wird bei Nichtnutzung abgedeckt?
- Größe (m²), Art (Flachkollektor, Röhrenkollektor), Ausrichtung und Aufstellwinkel der Solaranlage
- Gibt es zusätzlich zum Becken weitere Speicher?
- Wie wurde der Wärmebedarf des Schwimmbads ermittelt (die 7000 Liter Öl)
- Wurde außer dem Beckenboden noch weiteres gedämmt?

vielen Dank,
Andreas
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

hallo michael,

ich hab nicht alles ausführlich gelesen ( zeitfrage ).
aber im allgemeinen sind tips wie brunnenwasser ein flop, weils nur ärger macht.
in dem speziellen fall mags ja funzen.

da ich den link nicht mehr aufgebaut bekomme, kann ich zu dem anderen nichts mehr schreiben.

jedenfalls ist so ene schwimmhalle mit schwimmbecken drin schon eine sehr komplexe sache.

aber wie schon geschrieben so ein 100 m³ speicher gibts ja auch nicht für nen appel und ein ei.
und wie uwe schon schrieb ... dann 700 ltr. öl gespart ( für keine volle saison ) ist sehr dünn.
dazu kommen ja noch die paar lumpigen vakuumröhrenkollektoren ... sind ja auch fast geschenkt.
abgesehen von der CO2 - belastung musst du die anlage dann schon einige jahrzehnte nutzen um da was rauszubekommen.

aber egal, die anlage steht ja und was dann raus kommt ... ( kosten / nutzenrechnung ).

mit freundlichen grüßen
Axel
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Bartimaus
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Beitrag von Bartimaus »

Uwe Kreitmayr hat geschrieben: Die V4A Rohre sind von Beton umgeben. Ich lege nun die Systemgrenze 1mm außen um das V4A Rohr. Was hat man dann, ein Rohr aus Beton, das von Beton umgeben ist.

Jetzt wird kein Mensch ernsthaft behaupten, so ein Betonrohr wäre ein toller Wärmeübertrager.
Hallo,

und was ist mit Fußbodenheizungen ? Da sind doch PU oder PE-Rohre von Beton umgeben und heizen damit ein ganzes Haus.

Warum soll das im Pool nicht funktionieren ?

LG
Uwe Kreitmayr
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Beitrag von Uwe Kreitmayr »

Hallo Bartimaus,

ich wollte nicht zum Ausdruckbringen, dass es nicht funktioniert.

Meiner Meinung nach gibt es jedoch Systeme die ebensogut funktionieren jedoch weniger kosten und deutlich einfacher sind.

MfG
uwe
Amateur
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Beitrag von Amateur »

Bei Wärmetauschern spielt fast immer der Wärmeübergang an der Grenzschicht die entscheidende Rolle. Die Wärmeleitung kann man i.d.R. vernachlässigen. Nimmt man also an, dass die Wärmeleitung von den Rohren auf den Beckenboden verlustlos erfolgt, dann hätte der Beckenboden die gleiche Temperatur wie das Heizmedium.

Mit Nusselt, Grashof, Prandtl und Konsorten kommt man bei 5K Temperaturdifferenz Heizmedium-Wasser , je nach Rechenmodell, auf einen Wärmeübergangskoeffizienten von etwa 150-200 W/m²K. Optimistisch gerechnet macht das bei einem 4 x 8 Meter Becken maximal 6400 W/K oder bei 5K Übertemperatur 32 kW. In der Realität wird es weniger sein, weil jedes Grad Temperaturverlust die Leistung um 20° reduziert.

Die Leistung normaler Schwimmbad-Wärmetauscher wird bei 60K Übertemperatur angegeben und bei Solar-Wärmetauschern bei 20K. 32 kW bei 5K Übertemperatur entspricht 128 kW bei 20K Übertemperatur und 384 kW bei 60K.

Das sind zwar schon ganz nette Brummer, aber als unmöglich würde ich das nicht bezeichnen. Ein 200 kW Rohrbündeltauscher ist rund 1,5 Meter lang und kostet etwa 1500 Eur. Plattenwärmetauscher sind deutlich kompakter und auch in dieser Größe noch relativ handlich.
Uwe Kreitmayr
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Beitrag von Uwe Kreitmayr »

Wenn man jetzt mal die 32 kW als gegeben annimmt, braucht man schon einen beachtlichen Volumenstrom.

Hat der Erfinder der Beckenbodenheizung dann nur einen "Heizkreis" verlegt, wird die Pumpe auch nicht grade winzig sein.

Nach einer Stunde Betrieb der Anlage, werden die Wärmeverluste der letzten 24h ausgeglichen sein. Was treibt die Anlag in der Zeit bis zum nächsten Tag?
32 kW aus Solar, da kommen schon einige m² zusammen.

MfG
uwe
olia
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Registriert: 28.02.2012, 03:29

Beitrag von olia »

ein schöner berricht :)








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