Wasseraufbereitung für "Edelstahlbecken"

Beckeneinbauteile wie Düsen, Skimmer, Scheinwerfer, Überlaufrinnentechnik, Verrohrung, Filtertechnik, etc.

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Waldi
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Wasseraufbereitung für "Edelstahlbecken"

Beitrag von Waldi »

Hallo erstmal!!!

Ich bin neu hier im Forum, absoluter Pool-Neuling und habe folgendes Problem bzw. folgende Frage.

Ich soll für einem Bekannten nen "Edelstahlpool"(9000x4000x1500) konstruieren und eventuell bauen.
Der Entwurf fürs Becken steht und jetzt geht´s an die Technik.
Mein eigenes Wissen beschränkt sich im Punkt Wasseraufbereitung auf die Aquaristik und damit verbunden auf folgendes Unverständnis:
Egal wo ich nachschaue sehe ich nur Filter mit extrem kleinem Filtervolumen bzw. Behältervolumen (ca. 750l empf. für Becken bis 110m³).
Wie funktioniert das?
Die Sandfilter stammen ja ursprünglich aus der Aquaristik und sind dort offene Konstruktionen.
Für mein 1000l-Becken hatte ich ein Filterbecken mit ca. 400l Inhalt.
Bei zB. 50m³ solch einen kleinen Filter - Geht das?
Meine Kostruktion sieht eigentlich nen Hauptfilter (als Anbaumodul) von 1500l, sowie diverse Vorfilterkammern vor.
Jetzt zum Chlor.
Wie und wo funktioniert die Hydrolyse (durch AQUASENIC oder Andere)?
Dabei geht es mir um folgendes Problem:
Chlor und Salz sind extrem reaktionsfreudig und Gift für viele Materialien, ob Kunstoff, Folie oder auch "Edelstahl". Das Prinzip der Hydrolyse leuchtet mir schon ein, aber reicht es aus um ein Becken zu entkeimen?
Das eigentliche Problem bei der ganzen Geschichte ist der Materialpreis fürs Becken.
1.4401(vergl. V4A) kostet fast das doppelte als normales 1.4301(vergl. V2A).
Bei Salzwasserbecken und stark gechlorten Becken würde ich mich auf jedenfall für V4A entscheiden.
Aber muß das auch bei Normalwerten sein?

Gruß
Waldi
Axel Zdiarstek
Beiträge: 3850
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

hallo waldi,

das ist ein kleiner denkfehler .... das ist kein naturbadeteich, das ist ein schimmbecken. die filterung des wassers erfolgt nicht über durchsickern von wasser durch ein filtermedium, sondern durch durchdrücken durch z.b. quarzsand.
heißt der beckeninhalt wird mit hilfe der filterpumpe 2 x tägich durch den filter gepumpt.

z.b. 50 m² x 2 = 100 m³/d : 10 ³/h = 10 h fliterlaufzeit. und deshalb kann der filterkessel so klein sein.

fürs becken solltrest du schon V4A nahmen..... ja bei der größenordnung ist ads schon richtig geld.
V2A ist anfälliger wie folie oder gfk .... ob es nun wirklich die hydrolyse sein muss ... es gibt viele andere methoden das wasser zu entkeimen.

mit freundlichen grüßen
Axel

PS: es werden da noch viele andere probleme auf dich zukommen. setze dich mit einer fachfirma zusammen.
Jörg 222
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Beitrag von Jörg 222 »

Hallo Waldi,

ich hatte mir das mit dem VA Pool auch durchgerechnet, der Aufwand und die Kosten stehen in keinem Verhältnis. Ist sicherlich eine Herausforderung, ich hätte das Teil auch in Eigenregie gebaut, die Materialkosten waren aber einfach zu hoch. Deshalb habe ich mich für ein Folienbecken entschieden, hier kann man sich auch austoben.

Gruß
Waldi
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Beitrag von Waldi »

Hallo nochmal

Erstmal Danke für die schnellen Antworten!
Wenn die Sandfilter wirklich so gut funktionieren umso besser, da viel günstiger als meine Variante.
Was für Probleme sollen denn noch auf mich zukommen?
Wäre nett wenn Ihr einige mal kurz anschneiden könntet.

Also der Aufwand bei dieser Variante ist für mich am geringsten.
Der Materialpreis für V4A ist schon recht hoch, aber nach meinen bisherigen Berechnungen komme ich ohne Aushub und Überdachung nicht über 30000,00€.
Und wie schon beschrieben ist das Becken nicht gerade klein.
Betonplatte und ähnliches entfällt auch.
Eingerechnet habe ich folgendes:
-Überlaufrinne beidseitig
-Rosten für Bodenrinne und Aussenrinnen
-Filteranlage pauschal 1000€
-Verrohrung V4A
-Gegenstromanlage Bronze Taifun (weiss allerdings nicht ob die was taugt?)
-Beckenumrandung aus Tropenholzdielen(Bangkirai, Garapa)
-Arbeitszeit: 2 Mann à ca. 50Std.

Eine abgespeckte Variante hab ich auch noch in Hinterhand, denn jeder Quadratmeter weniger Blech ist ein kleines Vermögen :wink: .
Zeigt mir Bitte was ich noch einrechnen muss!

Danke im Voraus
Waldi
Jörg 222
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Beitrag von Jörg 222 »

Hallo nochmal,

ich würde auf keinen Fall auf eine Bodenplatte verzichten, wie soll denn das Bauwerk stabilität bekommen, und das auch noch auf 9m länge? Wie stark soll den das Blech sein? Der Schwallwasserbehälter fehlt übrigens auch noch.

Gruß
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

hallo waldi,

V4A verrohrung ... also die handelsübliche aus pvc tuts auch. sogar besser würde ich denken.
bodenplatte und seitliche betonhinterfüllung sollte schon sein.

die taifun kannst du beruhigt nehmen.

mit freundlichen grüßen
Axel
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