ph Minus Qualität

Wasserprobleme, Wasserchemie, Wasserpflegemittel, Desinfektion mit Chlor oder Brom, alternative Desinfektion z.B. mit Sauerstoffpräparaten etc.

Moderator: Amateur

calimero
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ph Minus Qualität

Beitrag von calimero »

hab ja dieses Jahr das erste Mal nach 3 Jahren das Wasser komplett gewechselt. (22m³)

Jetzt bekomme ich das wasser aber nicht so recht ph neutral. Hab schon bald nach und nach 4-5 kg reingestreut und immer noch bewegt es sich im basischen Bereich. Gibt es Unterschiede bei der Qualität des ph minus Salzes?

Ich verwende das von Praktika, 6kg Eimer.
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Cal,

nein, das ist ganz normal.

Nach der Befüllung des Beckens mit frischem Wasser steigt der pH-Wert eine ganze Weile regelmäßig an, bis fast alle "freie" Kohlensäure aus dem Wasser ausgegast ist, das kann einige Wochen dauern. So lange mußt Du regelmäßig den pH-Wert überwachen / senken.

Das von Dir verwendete Produkt ist ein absolutes Standard-Produkt und ist sicherlich in Ordnung.

Gruß Ulli K.
calimero
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Beitrag von calimero »

meinte natürlich "praktiker" nicht "praktika", sorry.
calimero
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Beitrag von calimero »

hab jetzt doch das Gefühl, daß es qualitative Unterschiede gibt. Beim ph Minus aus dem Baumarkt hab ich schon etliche Kilos aufs Wasser gestreut und es hat nur minimal was gebracht. Jetzt hab ich ph minus im "Poolpowershop" gekauft und es mal nicht gestreut sondern vorher aufgelöst und dann am Beckenrand entlang zu gegeben. Und siehe da der ph wert ist neutral und bleibt es auch länger...
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Cali,

Gefühle können uns alle täuschen......, offenbar auch Dich!
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

hallo calimero,

konkret ... 1 kg ph-senker bei 100 m³ wasser entweder 0,1 oder 0,2 ph-punkte senken .... der unterschjiied ist nicht unbedingt im preis zu erkennen, sondern nur im geldbeutel ....

mit freundlichen grüßen
Axel

PS: manchmal ist messen besser wie gefühle ....
bei manchen gefühlen brauchst du nicht messen !
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Axel

diese von Dir genannte mittlere Dosierung gilt nur in pH-Bereichen um die 7,0.
Je weiter davon entfernt, desto mehr muß dosiert werden, um eine Änderung um 0,1 zu bewerkstelligen.

Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Alkalinität: Je höher die A., desto mehr pH-Senker/Heber muß eingesetzt werden, um die gewünschte pH-Wert-Änderung zu bewerkstelligen. Dies kann im Extrem ein mehrfacher Wert sein!!!!

Deswegen: Für wirklich Wasser-Interssierte lohnt sich die Beschäftigung mit diesem Thema, siehe auch Langelier-Index,
weitere Informationen:
www.melpool.com (deutsche Flagge anklicken) und
www.melkam.de
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

sorry hab mich ausgedrückt falsch ...
meinte die dosierungsanleitung auf den jeweiligen verpackungen .....

Axel
Walter Wied
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Beitrag von Walter Wied »

Hallo calimero!

Die Zusammenhänge zwischen pH-Wert und dessen Veränderung bei Zugabe von pH-Senkern bzw. über die Zeit habe ich in einem Beitrag unter dem Thema "Welche Mittelchen zur Wassererhaltung?" bereits beschrieben, muss sie also hier nicht wiederholen.

Die Beschäftigung mit dem Thema ist wirklich hilfreich. Ja Ulli, du weißt gar nicht wie Recht du damit hast. So weiß der Insider auch, dass "Alkalinität" ein angelsächsischer Begriff (dort alkalinity) ist. Für die (noch) deuschsprachigen heißt das Säurekapazität (früher m-Alkalität oder m-Wert) und kann in den einschlägigen Regelwerken (DIN-Normen, DEV ...) nachgelesen werden.

Auch das Einlesen bei Langelier und das Verstehen seiner Definitionen kann für den Interessierten durchaus spannend sein. Über die Zusammenhänge zwischen pH-Wert und der benötigten Säuremenge ihn zu senken, erfährt man dabei aber rein gar nichts. Möglicherweise hat man mir aber auch was Falsches beigebracht. Kann leider meinen Prof dafür nicht mehr rügen, er ist ein Engelchen. Oder ich habe in den Vorlesungen gepennt. Dann geht mein Unwissen auf meine Kappe.

Gruß vom Rhein
Walter
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Walter,

.... und was willst Du uns damit zu diesem Thema zusätzlich sagen oder fragen?????

Gruß Ulli K.
Walter Wied
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Beitrag von Walter Wied »

Hallo Ulli!

Wer lesen kann ist im Vorteil, wer verstehen kann noch mehr (Stammt nicht von mir, habe ich einem Forumsteilnehmer "geklaut". Hoffe, es wird mir verziehen). Womit sich deine Frage erübrigt haben dürfte.

Gruß und ein schönes Wochenende
Walter
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Walter,

willst oder kannst Du nicht "normal" antworten?
Ich schätze Dich ja bisher nicht so ein, dass Du Dich einfach nur mal so nichts-sagend melden wolltest!

Gruß Ulli K.
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

bevor ihr euch irgendwas an die köpfe werft ...

die farge war eindeutig nach QUALITÄTSUNTERSCHIEDEN bei ph-senkern.

diese hab ich beantwortet ....

mit freundlichen grüßen
Axel
Walter Wied
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Beitrag von Walter Wied »

Hallo!

@Axel

Ich möchte hier niemanden etwas an den Kopf werfen, weshalb auch. Ich möchte nur Klarheit in Argumentation, Sprache und Begriffen.

Daher nochmals konkret zu den Qualitätsunterschieden von Produkten. Natürlich sind die nie auszuschließen und wenn nur Phantasiebezeichnungen auf den Verpackungen stehen erst recht nicht. Wenn ein pH-Senker beispielsweise Schwefelsäure wäre mit der Deklaration 35 % H2SO4 oder Natriumhydrogensulfat mit der Kennzeichnung NaHSO4 98 %, wüsste man sofort woran man ist, könnte umrechnen und problemlos vergleichen. Solange aber solche eindeutigen Angaben fehlen, muss der Verbraucher selbst probieren (leider).

Dann wollte ich darauf hinweisen, dass mit mehrmaligem Einsatz von pH-Senkern in ein und das selbe Wasser natürlicherweise eine immer geringere Menge des pH-Senkers benötigt wird. Die für dieses "Phänomen" verantwortliche Wasserchemie hatte ich bereits beschrieben, wollte es nicht wieder tun und habe daher auf diese Stelle verwiesen.

@ Ulli

Für mich waren meine Antworten "normal", für dich leider unverständlich. Daher diesbezüglich einen weiteren Versuch zum Klartext:

In der Wasserchemie sind nahezu alle Begriffe in deutscher Sprache definiert, was man in den entsprechenden Regelwerken nachlesen kann. Man sollte meines Erachtens daher diese geregelten Begriffe im deutschen Sprachraum auch benutzen und keine "neudeutschen" Wörter (Anglizismen) wie beispielsweise "Alkalinität" verwenden. Zumindest kann man dies von Leuten erwarten, die man als "wirklich Wasser-Interessierte" ansieht.

Desweiteren bin ich der Ansicht, dass man keine Themen mixen sollte ohne dies für den Nichtfachmann kennlich zu machen. Wenn es beispielsweise um Senkung des pH-Wertes und die dazu benötigten Chemikalien(mengen) geht, ist der Langlier-Index fehl am Platz. Der hat eine andere Spielwiese, die aber sicher alle kennen, für die "sich die Beschäftigung mit diesem Thema gelohnt" hat.

Hoffe, dass ich, ohne irgend jemand auf die Füße oder sonstwohin getreten zu haben, meine Meinung klar rüber gebracht habe.

Viele Grüße vom jetzt wieder sonnenbeschienen Rhein
Walter
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Mein Gott Walter,

der Begriff Alkalinität kommt eben aus dem Englischen und ist für unser Thema exakter bzw. genauer zu gebrauchen als die in Deutschland bisher verwendeten Begriffe wie Wasserhärte, aber das brauch ich Dir doch als Wasserfachmann wohl nicht zu erklären...
Der erste seit kurzem breiter verwendete Begriff Säurekapazität soll dann wohl eine Übersetzung der Alkalinität sein, ob er gelungen ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Wir Du als Fachmann übrigens auch wissen solltest, ist die Definition „Säurekapazität“ auch nicht identisch mit „Alkalinität“.

Auch Du verwendest Fremdwörter wie Biozid, oxidierend, Resitzenzbildung usw, oftmals alles in einem Absatz, was soll das Gemeckere also?

Gerade bei technischen Fachbegriffen gleichen sich die Sprachen immer mehr einander an, was auch sein Gutes hat, da wir alle nicht mehr nur in unserer Provinz leben und arbeiten, sondern auch immer öfter über den Tellerrand schauen dürfen / müssen.

Ein Themenmix lag übrigens in meinem obigen Beitrag nicht vor, im Gegenteil: Über den Langelier-Index kann man den idealen pH-Wert für das jeweilige Wasser erst richtig bestimmen und dann in einem 2. Schritt die entsprechende Dosierung.
Ich hatte bisher den Eindruck, dass Du in einem weiteren Horizont denkst.....Deine Antworten sind nicht unverständlich aber öfters Schwimmbad-praxisfremd bis an der jeweiligen Stelle manchmal einfach nur theoretisierend bis überflüssig, da in dem jeweiligen Thema nicht gerade weiter zielführend...., deswegen meine Nachfrage! Das Labor oder die Wasseraufbereitung in einem Industriebetrieb ist eben nicht die selbe "Baustelle" wie ein Schwimmbad!

Die in Nordeuropa hergestellten Natriumbisulfat-Qualitäten unterscheiden sich sicherlich labortechnisch, aber anwendungstechnisch / dosiertechnisch gibt es keine erwähnenswerten Unterschiede für Schwimmbäder, man kann auch Probleme konstruieren, wo keine sind!
Bei Flüssig-Produkten versteht sich bei seriösen Lieferanten die Reinheitsangabe von selbst.....

Ich denke, die meisten Forums-Teilnehmer sind sehr Praxis-interessiert und -orientiert. Ich fände es sehr schön wenn auch Du in deinen Beiträgen zu echten, Praxis-orientierten Problemlösungs-Beträgen kommen und damit das Forum bereichern würdest.

Ich wünsche eine schönes Wochenende!

Ulli K.
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