Alternative zur klassischen Chlorung? Außenpool in Spanien.

Wasserprobleme, Wasserchemie, Wasserpflegemittel, Desinfektion mit Chlor oder Brom, alternative Desinfektion z.B. mit Sauerstoffpräparaten etc.

Moderator: Amateur

Timo
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Alternative zur klassischen Chlorung? Außenpool in Spanien.

Beitrag von Timo »

Hallo an alle Wasserratten hier im Forum.

Es geht um einen Außenpool mit dem Beckeninhalt von ca. 220m³, gelegen unter der Sonne Mallorcas.

Die Anlage wird mit eigenem Brunnenwasser betrieben. Die Wasserhärte beträgt in unbehandeltem Zustand ca. 25° dt. Härte. Eine öffentlich Wasserversorgung steht nicht zur Verfügung, dh. das Brauch und Trinkwasser aus dem Brunnen ist von solch guter Qualität, dass es lediglich durch eine BWT Weichwasseranlage enthärtet wird.

Die ganzen Jahre über wurde der Pool mit reinem Brunnenwasser betrieben, also nicht von der BWT Anlage behandelt. Es ist eine Dosieranlage vorhanden, die den pH-Wert und das Chlor stabil halten. Dazu müssen die klassischen 25 Liter Kanister in nicht unerheblicher Menge gekauft, transportiert und an Ort und Stelle geschleppt werden.

Des weiteren ist eine Sandfilteranlage mit automatischer Rückspülung vorhanden, die zeitgesteuert über Nacht aktiviert wird.


Wir überlegen nun, eine Alternative zur Chlorung.

Macht es Sinn, den Pool ( er ist nun komplett geleert ) mit verschnittenem Wasser (ca. 10° dtH) zu befüllen? Vermutlich schon...

Welche Alternativen zum 25 Liter Chlor Kanister gibt es?

Ich denke da z.B. an eine UV-C Anlage, eine kleine Ozon Anlage

Ziel ist es, den Komfort zu verbessern, da die vorhandene Chlor Dosieranlage sehr unzuverlässig ist ( mechanisch ) und der hohe Verbrauch an Chlor reduziert werden soll.

Die Anlage ist ganzjährig bewohnt und genutzt.

Vielen Dank für ein paar Tipps!

Gruß Timo
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Timo,

Alternative: ggf. Calciumhypochlorit-Tabletten

Schau hierzu mal:

http://www.melspring.com/melclorite/pro ... hlorinator

und da rechts auf das Bild "watch direction of circulation" klicken.

Und wenn Du dann noch was gegen Chloramine machen willst, ggf + UV-C (weitere Infos hierzu unter der Suchfunktion dieses Forums).

Ja, es macht Sinn, das Wasser zu verschneiden, auf 10 - 15 Grad dH.

Gruß Ulli K.
Timo
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Beitrag von Timo »

Vielen Dank Ulli, das ist sehr anschaulich dargestellt.

Aber handelt es sich bei diesem System auch um eine geregelte Anlage zur Chlorung? Ich sehe auf den Bildern nur reine mechanische Komponenten, einen Bypass der durch diesen Tabs Behälter geführt wird. Oder müßte ein solches Prinzip dann noch mit einer automatischen Steuerung versehen werden, die dann bedarfsgerecht diesen Bypass öffnet und schließt?

Interessant wären auch Erfahrungswerte zum Verbrauch der Tabs um einen Vergleich der Menge und Kosten anstellen zu können.

Ich habe mir inzwischen auch eine UV-C Anlage angesehen, aber ein max. Durchfluss von 1,5m³/h erscheint mir für ein 220.000 Liter fassendes Becker mehr als Unterdimensioniert. Da brauchte es ja knapp 6 Tage durchlaufender Betrieb. Sind UV-C Anlagen überhaupt praxisgerecht für die Pool Anwendung oder ist das eher eine exotische Denkweise?

Hat jemand Erfahrung mit einer Ozonanlage? Mit welchen Kosten kann man rechnen? Ein Bekannter hat was von 12.000 DM erzählt, was allerdings schon Jahre zurück liegt. Ist diese Zahl noch realistisch?
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Timo,

Dieser Dosierer kann mit den Hand-Ventilen gesteuert weden.

Wenn Du es voll-automatisch haben willst, kommt eine Redox-oder Chlor-Mess-und Regelanlage hinzu, die ein Magnetventil steuert.

UVC als alleinige Maßnahme reicht nicht aus, da Du keinen Depoteffekt im Wasser hast, aber als Ergäzung nicht uninteressant!

Ozon: ebenfalls kein Depotefekt. Preis von Ozonanlagen: € 1500,- bis 4000,-

Gruß Ulli K.
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

@ ulli,

schon die "alte" schwimmbad & sauna 3/4 2006 glesen ?

Axel
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Axel,

ja. hab ich schon durchgeblättert.

Gruß Ulli K.
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

.... das war nicht die frage....

mit freundlichen grüßen
Axel
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Axel,

wie bitte? Was meinst Du????

Gruß Ulli K.
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

@ ulli,

ich fragte nach gelesen, nichtnach durchgeblättert :twisted:

da haben sich viele experten :shock: zu ausgelassen .....

na egal...

mit freundlichen grüßen
Axel
Uwe Kreitmayr
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Beitrag von Uwe Kreitmayr »

Q Ulli und Axel,

macht doch eine Kopie aus der Zeitschrift und schickt die an Timo.

MfG
uwe
Timo
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Beitrag von Timo »

Was wäre ne gute Idee! Würde mich sehr freuen.

Oder kann man diese Zeitschrift aus im Netz bestellen? Hier in der "Provinz" hab ich leider im Zeitungshandel nichts gefunden.
Timo
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Beitrag von Timo »

Zur Zeit sieht die Planung / Konzept so aus:

Da ja bereits eine automatische Dosiereinrichung mit deutscher Messtechnik vorhanden ist, jedoch die Dosierpumpen mechanisch schlecht sind, werden wir wohl die Senorik übernehmen und in jedem Fall neue Dosierpumpen einbauen.

Das derzeitige Problem: Es handelt sich um Membranpumpen, die in einer einstellbaren Frequenz takten. Daran sind freischwingend die Saugleitungen und Injektionsleitungen befestigt. Die Vibration der Pumpen ist allerdings so stark, dass die Pumpenanschlüsse und Schläuche nach kurzer Zeit brechen und undicht werden. Was das bedeutet, brauch ich nicht näher zu beschreiben.

Die neue Füllung wird mit verschnittenem Wasser von 10-14°dH vorgenommen. Haltet ihr normale Salzsäure zur pH-Wert Senkung für kritisch? Bislang wurden keine Nachteile bez. Korrosion festgestellt.

Auf die Chlorung kann man ja auch bei alternativen Desinfektionsmethoden nicht ganz verzichten.

Die Frage stellt sich nun, welche Möglichkeit der Haupt - Desinfektion wir wählen werden. Eine Ozon Anlage, Elektrolyse, UV-C Licht ?

Außerdem beschäftigt mich die Frage, wie könnte man dann eine benötigte Stoßchlorung mit der vorhandenen Dosiereinrichtung vollziehen? Zeitgesteuert z.B. einmal pro Woche diese Chloranlage im 24h Filtervorgang in Betrieb nehmen und über die normale Messwerterfassung der Dosieranlage einpendeln lassen?
Dann die übrigen Tage wie benötigt, den Filtervorgang 5-6 Stunden (ca. 1,5 fache Beckenumwälzung) nur mit der alternativen Desinfektion betreiben.

Ist dabei noch ein Spareffekt? Ich gege mal davon aus, dass eine Stoßchlorung zusätzlich zur alternativen Desinfektion nicht die Menge an Chlor benötigt, die bei einer ausschließlichen Chlorung erforderlich ist.
melpool hilfe
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Beitrag von melpool hilfe »

Hallo Timo,

ich hab die alte Zeitschrift nicht mehr....

Zur Dosierung: Der kritischste Punkt jeder Mess- und Regelanlage sind die Sonden, meist halten sie nur 1 - 2 Jahre, auch bei deutschen Fabrikaten.

Ich befürworte mehr Membranpumpen als Schlauchpumpen, da sie genauer dosieren und längere Wartungsintervalle und Lebensdauer haben als Schlauchpumpen. Natürlich darf man keinen "Schrott" einbauen.

Als Flüssig-pH-Senker sollte man tunlichst Schwefelsäure nehmen, Salzsäure macht das ganze Badewasser viel zu aggressiv und zerstört das chemische Wassergleichgewicht.

Zur Desinfektion: siehe oben. Mengen gemäß der Angaben auf den Etiketten.

Gruß Ulli K.
Axel Zdiarstek
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Beitrag von Axel Zdiarstek »

hallo timo,

die "alte" ( 3/4 2006 ) gibts vielleicht noch 2 - 3 tage zu kaufen.
ichj mach dir auch ne kopie ...
als postwurfsendung .... nur wohin werfen vor schreck ?

noch einen zu HCL ... folie wird sehr schnell alt und runzlig. ( bei mir hat das altwerden lange gedauert.... :shock:

mit freundlichen grüßen
Axel
Biofilmreaktor
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Alternative zum Chlor

Beitrag von Biofilmreaktor »

Hallo Timo,

zu Chlorierung gibt es Alternativen. Das Chlor wird zugegeben, um die Anzahl der Mikroorganismen (MO) gering zu halten. Doch das Chlor macht da keine Unterschiede zum Menschen!! Aus der innovativen Umweltbiotechnologie gibt es Verfahren, die Nährstoffe der MO im Poolwasser zu entfernen und damit das Wachstum und die Vermehrung der MO´s gering zu halten. Die Anwendung eines Biofilmreaktors bietet diese Möglichkeit. In ihm sind sogenannte Biofilme, die diese Nährstoffe aus dem sie überflutenden Poolwasser ausfilern. Die MO´s bleiben im Biofilmreaktor - eine UV-C Sperre vermeidet weiteres.
Solche Anlagen sind in anderen Anwendungen Stand der Technik und eignen sich sehr gut für die Poolreinhaltung. Eine Anlage wird z.Z. in Andalusien von mir mitgebaut.
Wenn Interesse besteht, kann ich Infos zusenden.

Grüße

Jürgen
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